- Der US-Arbeitsmarktbericht um 13:30 Uhr ist das wichtigste Ereignis im heutigen Wirtschaftskalender und könnte für erhöhte Volatilität sorgen.
- Schwächere Beschäftigungsdaten könnten Erwartungen an eine lockerere Fed-Geldpolitik verstärken, während starke Zahlen den US-Dollar unterstützen könnten.
- Für die Börse heute stehen neben EUR/USD und Öl insbesondere der Nasdaq und die Reaktion der US-Technologiewerte im Fokus.
- Der US-Arbeitsmarktbericht um 13:30 Uhr ist das wichtigste Ereignis im heutigen Wirtschaftskalender und könnte für erhöhte Volatilität sorgen.
- Schwächere Beschäftigungsdaten könnten Erwartungen an eine lockerere Fed-Geldpolitik verstärken, während starke Zahlen den US-Dollar unterstützen könnten.
- Für die Börse heute stehen neben EUR/USD und Öl insbesondere der Nasdaq und die Reaktion der US-Technologiewerte im Fokus.
Die Börse heute blickt vor allem auf den US-Arbeitsmarkt. Nach einer insgesamt ruhigen Woche im Wirtschaftskalender steht mit dem US-Arbeitsmarktbericht das mit Abstand wichtigste Konjunkturereignis bevor. Die neuen Beschäftigungszahlen außerhalb der Landwirtschaft dürften am Freitag um 13:30 Uhr für Bewegung an den Aktien-, Devisen- und Anleihemärkten sorgen. Die vergangenen Tage verliefen aus makroökonomischer Sicht vergleichsweise ruhig. Revisionen der Einkaufsmanagerindizes, die Schweizer Inflation und die Zinsentscheidung der tschechischen Zentralbank konnten an den Märkten kaum größere Impulse auslösen.
Auch die JOLTS- und ADP-Daten sorgten nicht für nennenswerte Volatilität. Unter normalen Marktbedingungen gelten beide Veröffentlichungen eher als Ergänzung zum offiziellen US-Arbeitsmarktbericht und weniger als eigenständige Kurstreiber. Das gilt insbesondere für JOLTS, da die Zahlen mit einem Monat Verzögerung veröffentlicht werden. Am Mittwoch erhielten Anleger entsprechend Daten für Juni und nicht für Juli, wie bei anderen aktuellen Arbeitsmarktindikatoren. Die ADP-Beschäftigungszahlen haben wiederum seit der Pandemie deutlich an Bedeutung verloren, da ihre Korrelation mit den offiziellen Arbeitsmarktdaten schwächer geworden ist.
Börse heute: US-Arbeitsmarktbericht steht im Mittelpunkt
Der US-Arbeitsmarktbericht ist zweifellos die wichtigste Veröffentlichung im heutigen Wirtschaftskalender. Die Daten werden wie üblich am ersten Freitag des Monats um 13:30 Uhr veröffentlicht. Dabei dürfte der Arbeitsmarktbericht auch die Unternehmenszahlen in den Hintergrund drängen, die vor Eröffnung der US-Börsen veröffentlicht werden. Die großen US-Konzerne, die mit ihren Quartalsberichten in der ersten Wochenhälfte für Aufmerksamkeit sorgten, stehen heute nicht mehr auf der Agenda. Unter den verbleibenden Unternehmen dürften vor allem die Quartalszahlen von Under Armour, Take-Two Interactive und Wendy's auf Interesse stoßen.
US-Arbeitsmarkt: Was Anleger vor den neuen Daten wissen sollten
Da die US-Notenbank Fed sowohl Preisstabilität als auch maximale Beschäftigung berücksichtigen muss, könnten Anzeichen einer weiteren Abkühlung am amerikanischen Arbeitsmarkt die Erwartungen an den künftigen Zinspfad beeinflussen. Schwächere Arbeitsmarktdaten könnten die Spekulation auf eine lockerere Geldpolitik und niedrigere US-Zinsen verstärken. Die in dieser Woche veröffentlichten ADP- und JOLTS-Daten deuten zumindest teilweise auf eine Abkühlung hin. Beide Ergebnisse lagen unter den Erwartungen des Marktes. Wie bereits erwähnt, handelt es sich dabei jedoch entweder um Daten mit geringerer Signalwirkung wie bei ADP oder um deutlich verzögerte Daten wie bei JOLTS.
Abbildung 1: US-Beschäftigungsentwicklung und ISM-PMI-Beschäftigungskomponente (2020-2026)
Quelle: XTB Research, 07.08.2026
Interessant ist zudem, dass Ökonomen die Zahl der neu geschaffenen Stellen außerhalb der Landwirtschaft in den vergangenen Jahren häufig unterschätzt haben. In 35 der vergangenen 50 Monate fiel der Beschäftigungszuwachs höher aus als erwartet.
Trotz des schwachen Juni-Werts von lediglich 57.000 neuen Stellen liegt der gleitende Drei-Monats-Durchschnitt weiterhin bei soliden 111.000 Stellen. Die heutigen Daten könnten daher entscheidend dafür sein, ob Anleger eine stärkere Abkühlung des US-Arbeitsmarktes einpreisen.
Wirtschaftskalender: Wichtige Konjunkturdaten vom Donnerstag
USA
Die gestrigen US-Daten passten zu einem Arbeitsmarkt, der derzeit von wenigen Entlassungen, aber gleichzeitig einer relativ geringen Zahl neuer Einstellungen geprägt ist. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe lagen mit 199.000 unter den Erwartungen. Dadurch sank auch der gleitende Vier-Wochen-Durchschnitt auf 199.000. Darüber hinaus zeigte der Challenger Job Cuts Report einen Rückgang der angekündigten Stellenstreichungen auf 33.400. Das war der niedrigste Stand seit Juli 2024.
Tschechien
Die tschechische Zentralbank ließ ihren Leitzins gestern unverändert bei 3,75%. Die Entscheidung war vom Markt weitgehend erwartet worden. Allerdings hatten Anleger nach der Zinserhöhung im Juni mit einer weiterhin deutlich restriktiven Kommunikation gerechnet. Gründe dafür waren unter anderem steigende Löhne, eine dynamische Kreditvergabe und die hartnäckige Kerninflation im Dienstleistungssektor, die weiterhin nahe 3% liegt.
Die Pressekonferenz von Notenbankchef Aleš Michl fiel jedoch überraschend zurückhaltend aus. Michl widmete den Risiken einer wirtschaftlichen Abschwächung große Aufmerksamkeit und verwies unter anderem auf die Konflikte in der Ukraine und im Nahen Osten. In der Folge reduzierten die Märkte ihre Erwartungen an weitere Zinserhöhungen. Bis Mitte 2027 wird inzwischen weniger als eine zusätzliche Zinserhöhung eingepreist.
📆 Wirtschaftskalender: Die wichtigsten Termine heute
(alle Angaben in deutscher Zeit)
Für die Börse heute konzentriert sich die Aufmerksamkeit klar auf 13:30 Uhr. Neben den neuen US-Beschäftigungszahlen werden gleichzeitig die Arbeitslosenquote und die Entwicklung der Stundenlöhne veröffentlicht.
- 13:00 Uhr - Mexiko: VPI-Inflation (Juli)
- Vorher: 3,4%
- Prognose: 3,1%
- 13:30 Uhr - USA: Beschäftigungsentwicklung außerhalb der Landwirtschaft (Juli)
- Vorher: 57.000
- Prognose: 85.000
- 13:30 Uhr - USA: Lohnwachstum (Juli)
- Vorher: 3,5%
- Prognose: 3,5%
- 13:30 Uhr - USA: Arbeitslosenquote (Juli)
- Vorher: 4,2%
- Prognose: 4,2%
- 13:30 Uhr - Kanada: Lohnwachstum (Juli)
- Vorher: 3,7%
- 16:00 Uhr - USA: Inflationserwartungen der Verbraucher für ein Jahr (Juli)
- Vorher: 3,7%
- 20:30 Uhr - CFTC-Bericht
Damit dürfte der Wirtschaftskalender heute insbesondere am frühen Nachmittag für erhöhte Volatilität sorgen. Überraschungen bei Beschäftigung, Löhnen oder Arbeitslosenquote könnten die Zinserwartungen für die Fed und damit den US-Dollar, die Wall Street und den Anleihemarkt bewegen.
Börse heute: Diese Quartalszahlen stehen an
Neben den Konjunkturdaten stehen heute mehrere Unternehmensberichte auf der Agenda:
Vor US-Börsenstart:
- Canopy Growth Corporation ($CGC.US)
- Under Armour Inc. ($UAA.US)
- Oklo Inc. ($OKLO.US)
- Take-Two Interactive Software ($TTWO.US)
- Wendy's Co ($WEN.US)
- Vistra Corp ($VST.US)
Nach US-Börsenschluss:
- Riot Platforms Inc. ($RIOT.US)
- Phunware Inc. ($PHUN.US)
- Globus Maritime Ltd. ($GLBS.US)
- Sharplink Inc. ($SBET.US)
Börse heute: 3 Märkte im Fokus
Öl: Preise steigen trotz Fortschritten bei Verhandlungen
Die Öl- und Gaspreise tendieren aufwärts, obwohl es Fortschritte bei den Verhandlungen zwischen Iran und Oman gibt. Im Rahmen einer mit Oman ausgehandelten Vereinbarung zur Regelung der Straße von Hormus strebt Iran ein vollständiges Durchfahrtsverbot für Schiffe aus den USA und Israel an. Zudem soll ein neues Gebührensystem eingeführt werden, das unter anderem Versicherungs- und Umweltkosten berücksichtigt. Teheran fordert darüber hinaus, dass als feindlich eingestufte Staaten eine besondere Entschädigung für die Wiederaufnahme des Schiffsverkehrs zahlen.
EUR/USD: Arbeitsmarktdaten könnten Dollar bewegen
Beim wichtigsten Währungspaar steht heute ebenfalls der US-Arbeitsmarktbericht im Mittelpunkt. Fallen die Beschäftigungsdaten stärker als erwartet aus, könnte EUR/USD erneut unter die Marke von 1,15 rutschen. Ein weiterer Anstieg der Ölpreise könnte dem US-Dollar zusätzliche Unterstützung liefern.
Nasdaq: US-Arbeitsmarkt entscheidet über nächsten Impuls
Die heutigen Arbeitsmarktdaten dürften auch für den US-Aktienmarkt eine wichtige Rolle spielen. Nach einem sehr starken Wochenauftakt gab der Nasdaq einen Teil seiner Gewinne wieder ab. Zuvor hatte insbesondere die Rückkehr einer positiveren Stimmung gegenüber Halbleiterunternehmen die Kurse gestützt. Die Reaktion auf die neuen US-Arbeitsmarktdaten könnte nun darüber entscheiden, ob die jüngste Aufwärtsbewegung neuen Schwung erhält oder der Druck auf Technologiewerte zunimmt.
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FAQ zum Wirtschaftskalender und zur Börse heute
Was ist heute der wichtigste Termin im Wirtschaftskalender?
Der wichtigste Termin im Wirtschaftskalender ist die Veröffentlichung der neuen US-Arbeitsmarktdaten um 13:30 Uhr. Gleichzeitig werden unter anderem die Arbeitslosenquote und das Lohnwachstum veröffentlicht.
Wann werden die US-Arbeitsmarktdaten veröffentlicht?
Die neuen US-Arbeitsmarktdaten werden heute um 13:30 Uhr veröffentlicht. Sie gehören regelmäßig zu den wichtigsten Konjunkturdaten für die internationalen Finanzmärkte.
Welche Auswirkungen können die Arbeitsmarktdaten auf die Börse heute haben?
Schwächere Daten könnten Erwartungen an eine lockerere Geldpolitik der Fed verstärken und damit insbesondere zinssensitive Aktien unterstützen. Stärkere Daten könnten dagegen den US-Dollar und die Renditen von US-Staatsanleihen steigen lassen.
Welche Märkte sollten Anleger heute beobachten?
Im Fokus stehen insbesondere der Nasdaq, EUR/USD und der Ölmarkt. Alle drei könnten sowohl auf die US-Arbeitsmarktdaten als auch auf Veränderungen bei den Zinserwartungen beziehungsweise geopolitische Entwicklungen reagieren.
Welche Unternehmen veröffentlichen heute Quartalszahlen?
Zu den wichtigsten Unternehmen mit Quartalszahlen gehören Under Armour, Take-Two Interactive, Wendy's, Canopy Growth, Oklo und Vistra. Nach Börsenschluss folgen unter anderem Riot Platforms und Phunware.
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