- Ölpreise explodieren nach Eskalation im Nahen Osten
- Inflations- und Marktreaktionen nehmen zu
- G7 erwägen massive Marktintervention
- Ölpreise explodieren nach Eskalation im Nahen Osten
- Inflations- und Marktreaktionen nehmen zu
- G7 erwägen massive Marktintervention
Die Ölpreise steigen aktuell stark an, nachdem Angriffe auf iranische Ölinfrastruktur und Vergeltungsmaßnahmen den Konflikt im Nahen Osten deutlich verschärft haben. Der Ölmarkt reagiert mit einem der stärksten Preissprünge seit der Pandemie.
WTI-Rohöl steigt um mehr als 15 % auf rund 104,50 US-Dollar pro Barrel. Zum Handelsstart lag der Anstieg zeitweise sogar bei über 27 %, womit der Preis kurzfristig über 117 US-Dollar pro Barrel kletterte. Auch Brent-Rohöl verzeichnet ähnliche Bewegungen und steigt aktuell auf etwa 108 US-Dollar pro Barrel, nachdem der Preis zum Handelsbeginn zeitweise fast 120 US-Dollar erreichte.
Marktbericht Börse: Sorge vor massivem Angebotsschock
Der starke Preisanstieg spiegelt die wachsende Angst vor einem erheblichen Angebotsschock wider. Auslöser ist die faktische Schließung der Straße von Hormus, durch die normalerweise rund 20 Millionen Barrel Öl pro Tag transportiert werden.
Der Transport durch die wichtige Schifffahrtsroute ist derzeit nahezu vollständig zum Erliegen gekommen. Millionen Barrel Rohöl können aktuell nicht verschifft werden. Produzenten wie Irak und Kuwait haben bereits begonnen, ihre Förderung zu begrenzen, da Tanker den Export nicht aufnehmen können.
Selbst wenn sich die geopolitische Lage kurzfristig beruhigt, könnte es einige Zeit dauern, bis die globalen Lieferketten wieder vollständig funktionieren.
Börse aktuell: US-Dollar und Anleiherenditen steigen
Parallel dazu wertet der US-Dollar gegenüber den wichtigsten G10-Währungen um durchschnittlich etwa 0,41 % auf. Gleichzeitig steigen die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen auf rund 4,20 %, da Investoren zunehmende Inflationsrisiken einpreisen.
Der Goldpreis zeigt sich dagegen relativ stabil und notiert aktuell nahezu unverändert bei rund 5.127 US-Dollar je Unze.
Strategische Ölreserven könnten den Markt kurzfristig entlasten
Die G7-Staaten diskutieren derzeit gemeinsam mit der Internationalen Energieagentur (IEA) eine koordinierte Freigabe strategischer Ölreserven. Im Gespräch ist ein Umfang von etwa 300 bis 400 Millionen Barrel – deutlich mehr als bei früheren Interventionen.
Eine solche Maßnahme könnte die Ölpreise kurzfristig um etwa 10 bis 20 US-Dollar pro Barrel senken. Der Effekt dürfte allerdings begrenzt bleiben.
Ein strukturelles Problem bleibt bestehen: Die Freigabe von Rohöl erhöht zwar das Angebot, ersetzt jedoch keine Raffineriekapazitäten. Dadurch könnten die Kraftstoffpreise für Verbraucher hoch bleiben, selbst wenn die Rohölpreise wieder nachgeben.
Japan besonders stark betroffen
Besonders stark betroffen von steigenden Ölpreisen ist Japan. Aufgrund der hohen Abhängigkeit von Energieimporten könnte das Land gezwungen sein, bis zu 70 % mehr US-Dollar aufzuwenden, um die gleiche Menge Rohöl zu importieren.
Politische Spannungen nehmen zu
Donald Trump erklärte, dass die Ölpreise schnell fallen würden, sobald die nukleare Bedrohung durch Iran beseitigt sei. Seine Aussagen deuten darauf hin, dass das Hauptziel des Krieges möglicherweise die Zerschlagung des iranischen Atomprogramms ist.
Berichten zufolge zeigte sich Trump zudem verärgert, nachdem Israel 30 iranische Treibstofflager angegriffen hatte. US-Beamte befürchteten, dass diese Angriffe die globale Ölknappheit weiter verschärfen und die Kraftstoffpreise zusätzlich steigen lassen könnten.
Dies stellt den ersten erkennbaren Spannungsmoment zwischen Washington und Israel während des Konflikts dar. Gleichzeitig könnten steigende Benzinpreise auch den politischen Druck innerhalb der USA erhöhen.
China: Inflation steigt im Jahresvergleich
Zusätzliche Aufmerksamkeit an der Börse gilt auch den neuen Inflationsdaten aus China. Die Verbraucherpreise (CPI) stiegen im Februar um 1,3 % im Jahresvergleich und lagen damit deutlich über den Erwartungen der Analysten.
Gleichzeitig bleiben die Produzentenpreise weiterhin in der Deflation, was auf anhaltenden Preisdruck in der Industrie hinweist.
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